Handschuh-Normen

Die Richtlinie 89/686/EWG für persönliche Schutzausrüstungen (PSA) ist seit dem 01. Juli 1992 im Geräte – Sicherheitsgesetz in nationales Recht umgesetzt worden. Konsequenz: Seit dem 1. Juli 1995 dürfen Schutzhandschuhe in der Europäischen Union nur in den Verkehr gebracht werden, wenn Sie dem Geräte – Sicherheitsgesetz entsprechen und mit dem CE – Kennzeichen gekennzeichnet sind. Um den verschiedenen Anforderungen an die PSA im gewerblichen Bereich gerecht zu werden, wurden 3 Kategorien geschaffen.

Kategorie 1 (geringes Risiko):
Einfache PSA. die Handschuhe müssen den Grundanforderungen der EN 420 entsprechen und müssen lediglich mit dem CE – Kennzeichen versehen werden. Eine Baumusterprüfung ist nicht erforderlich. Eine vom Hersteller in Eigenverantwortung ausgestellte EG – Konformitätserklärung ist ausreichend.

Kategorie 2 (mittleres Risiko):
Hier ist zusätzlich eine Baumusterprüfung erforderlich. Zu den Handschuhen ist eine Gebrauchsanweisung bzw. ein Informationsblatt mitzuliefern. Bei der Kennzeichnung muss neben dem CE – Kennzeichen die Anbringung der Jahreszahl erfolgen. Unter diese Norm fallen beispielsweise die Handschuhe nach EN 388, Schutz gegen mechanische Risiken. In dieser Kategorie muss der Hersteller eine EG – Konformitätserklärung erstellen, nachdem eine gemeldete für das Produkt eine EG – Baumusterprüfung durchgeführt hat.

Kategorie 3 (tödliche, irreversible Risiken):
Hier ist neben der Baumusterprüfung, dem Informationsblatt und der Gebrauchsanweisung, sowie der Kennzeichnung wie bei Kategorie 2, zusätzlich eine Qualitätsüberwachung erforderlich. Hierunter fallen alle PSA, bei deren Versagen schwere Gesundheitsschäden des Trägers zu erwarten sind (mortale Gefahren).

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